[M1] 6. Sieg mit Minimaldifferenz
- Kategorie: 1. Männer
- Veröffentlicht: Donnerstag, 12. März 2026 16:31
- Geschrieben von Carlos Hilke
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Verbandsliga Ost, Männer
07.03.2026
SSV Stahl Rietschen 23 (12)
HSV 1923 Pulsnitz 22 ( 9)
Sicherlich kommt es in den Handballhallen Woche für Woche vor, dass mehrere Mannschaften ihr Handballspiel mit lediglich einem Tor Differenz gewinnen. Dass den Stahlmännern dies in dieser Saison jedoch bereits zum sechsten Mal gelingt ist sicherlich eher selten. Statistisch gesehen gewinnt der SSV diese Saison jedes dritte Saisonspiel mit einem Tor Differenz. Sicherlich spielt da das Thema Spielglück auch eine Rolle. Auf der anderen Seite zeigt es aber auch den Glauben an das eigene Spiel, sowie mentale Stärke, wenngleich so ein Momentum in der nächsten Saison auch schnell wieder kippen kann. Sei es wie es sei, die Stahlmänner gewannen ihr Heimspiel gegen den HSV Pulsnitz am Ende durchaus verdient mit 23:22 und bleiben damit in der Spitzengruppe der Verbandsliga.
Schon vor Beginn der Partie war jedem die Schwere der Aufgabe bewusst, denn mit dem HSV Pulsnitz kam eine körperlich sehr präsente und robuste Mannschaft in das Rietschener Stahlwerk, mit welcher die Hausherren sich immer sehr schwertaten. Das Spiel lief im Gleichschritt vor sich hin und beide Teams hatten erhebliche Probleme mit dem Nutzen ihrer Möglichkeiten oder anders gesagt prägten die beiden Torhüter, Brain Weiser auf Seiten der Rietschener und Colin Herms auf Seiten der Gäste, die Partie. Es stand somit 8:8 nach 22 Spielminuten. In den letzten 8 Minuten der ersten Halbzeit konnten die Hausherren die sonst offensivstarken Gäste in ihre Schranken weisen. Nach einem 4:1 Lauf gingen die Stahlmänner mit 12:9 in die Halbzeitpause.
Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs war der SSV am Drücker und konnte in der 44. Spielminute auf 17:12 erhöhen. Doch man merkte nun, dass den Hausherren offensiv langsam die Kraft fehlten, um sich gegen die Abwehr der Gäste durchzusetzen. Die Pfefferkuchenstädter kämpften sich nun Stück für Stück heran und konnten beim 20:20 (54‘) wieder Parität herstellen. Rietschen gelang es jedoch zu jedem Moment einen Rückstand zu vermeiden und konnte wieder zweimal in Front gehen, was jedoch von den Gästen jeweils egalisiert wurde. Die entscheidende Szene entwickelte sich dann 38 Sekunden vor Abpfiff und zeigt eben auch, wie wichtig mentale Stärke im Sport ist. Ausgerechnet Theodor Miethe (welcher bereits den Buzzerbeater gegen den TSV Radeburg erzielte) und Marcus Noack waren dabei die entscheidenden Protagonisten. Die beiden, welche in den ersten 24 Spielminuten gemeinsam eine unterirdische Wurfquote von 1/10 auf Rechtsaußen boten. Doch was interessiert die Vergangenheit, wenn man das Hier und Jetzt entscheiden kann. Der 17-jährige Miethe setzte mit einem sensationellen Pass seinen Mitspieler Noack in Szene, welcher mit einem sehenswerten Heber die 23:22 Führung warf. Die Gäste zogen anschließend noch ihre letzte Auszeit, doch die Rietschener Deckung inkl. Brain Weiser war nicht mehr zu überwinden und so feierten die Stahlmänner ihren nächsten Heimsieg.
Rietschen: Weiser, Wlodarcak; Noack 7/1, Miethe 1, Chrupalla 5, Hilke C., Walter 2, Kelch 2,
Jeschke, Lindner 2, Fischer 3, Weitlandt 1, Krauzick S.

